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Trotz Spätfrost und Corona:

Erdbeerernte nimmt Fahrt auf

Die diesjährige Erdbeerente nimmt nun allmählich Fahrt auf: Trotz Spätfrost und Kälte wird nun in allen bedeutenden Anbaugebieten Deutschlands fleißig rote Früchtchen geerntet. Freshplaza.de bündelt die neuesten Kommentare aus den jeweiligen Bundesländern.

Niedersachsen: Erste Freilanderdbeeren Ende Mai erhältlich
In Niedersachsen beginnt in diesen Tagen die Erdbeersaison. Im Süden und in der Mitte des Landes öffnen die ersten Verkaufsstände. Der Norden muss noch ein wenig warten. Erst in einer Woche soll es auch dort so weit sein, heißt es von der Vereinigung der Spargel- und Beerenanbauer mit Sitz in Sandhatten (Landkreis Oldenburg). Laut Geschäftsführer Fred Eickhorst liegt das an den klimatischen Bedingungen. Im Norden seien die Temperaturen etwas niedriger, die Erdbeeren wachsen daher später.

Landesweit gelte, dass bisher nur unter Folien wachsende Erdbeeren geerntet werden können. Die ersten Freiland-Erdbeeren seien Ende Mai reif. Insgesamt starte die Ernte in diesem Jahr zwei Wochen später als in den vergangenen Jahren, sagte Eickhorst dem NDR in Niedersachsen. Das liege am kühlen April.

NRW: "Mit der Freilandernte liegen wir etwas zurück" 
In Nordrhein-Westfalen beginnt zunächst die Ernte der unter schützender Folie gereiften Beeren. Ab etwa Mitte Mai könnte die Freilandernte des beliebtesten Beerenobstes beginnen, sagte Bernd Möllers, der Fachberater der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen für den Beerenobstanbau. Die Hauptsaison der NRW-Erdbeeren dauert von Mai bis Juli, einige Betriebe bieten heimische Früchte bis Anfang Oktober an.
 
"Mit der Freilandernte liegen wir etwas zurück", berichtete der Fachmann. Grund sind die kälten Nächte im April. Im vorigen Jahr, während des Corona-Lockdowns, war das Selberpflücken auf den Erdbeerfeldern sehr beliebt. Die Leute seien froh gewesen, nach draußen zu kommen. "Das ist auch ein kleines Naturerlebnis", sagte Möllers. Bei den Erdbeer-Anbauflächen liegt NRW nach Niedersachsen bundesweit an zweiter Stelle. Im vorigen Jahr wuchsen die Früchte auf rund 2.200 Hektar, ganz überwiegend im Freilandanbau. NRW-weit gibt es etwa 400 Erdbeer-Betriebe.

Mecklenburg-Vorpommern: Neue Anbauverfahren erwünscht
In Mecklenburg-Vorpommern sind die ersten Erdbeeren reif. Während Kleingärtner sich hierzulande freuen, wenigstens schon mal ein paar Blüten an ihren Erdbeeren zu entdecken, läuft bei den Anbauprofis in diesen Tagen schon die Ernte an. Landesweit wachsen die süßen Früchte auf insgesamt rund 600 Hektar. Bei den Großerzeugern Karl's und Glantz wurden die ersten Erdbeeren letzte Woche gepflückt. Der Tagesertrag liegt aktuell bei jeweils einer Tonne. Beide Unternehmen setzen auf Folientunnel und eine zusätzliche Vliesabdeckung über den Pflanzen, um die Früchte früher reifen zu lassen. 

Um die Ernte zu vereinfachen, ist Robert Dahl von Karls Erdbeerhof gerade dabei, sein Anbauverfahren zu ändern: Statt am Boden wachsen Erdbeeren zunehmend in hoch aufgestellten Stellagen: "Da ist der Komfort schon sehr, sehr groß und auch der Verdienst der Pflücker ist noch einmal ein Stück höher, was dann auch wieder sehr motiviert," erläutert Dahl. Derzeit ernten vor allem Studenten aus der Ukraine die Erdbeeren - nicht mehr lange, dann sollen es Roboter sein: "Wenn wir noch regionalen Erdbeeranbau in der weiten Zukunft wollen, dann sind, glaube ich, solche Ernteroboter sehr, sehr wichtig. Und da haben wir in diesem Jahr mit Schwung angefangen dran zu arbeiten."

Schleswig-Holstein: Anbaufläche um 10% gesunken
Von dieser Woche an können sich die Schleswig-Holsteiner die ersten Erdbeeren aus heimischem Anbau schmecken lassen. Allerdings gebe es zunächst nur kleine Mengen, da nur wenige Betriebe den kostenintensiven Früh-Anbau im Folientunnel nutzten. Das Gros der Erdbeererzeuger werde die Ernte wohl ab Mitte Mai vermarkten. Die Anbaufläche ist der Kammer zufolge um etwa zehn Prozent auf rund 800 Hektar gesunken. In Schleswig-Holstein werden an die 10.000 Tonnen Erdbeeren produziert.

Um rechtzeitig am Markt zu sein, „verfrühen“ alle 80 Erdbeerbetriebe im Land einen Teil ihres Erdbeeranbaus. Auf etwa 60 Hektar geschieht dies durch Anbau in Folientunneln, das entspricht sieben Prozent der Gesamtfläche. Die größten Anbauflächen liegen in den Kreisen Herzogtum Lauenburg, Plön und Ostholstein. Für die Ernte werden 1.500 Erntehelfer benötigt. Ob genug kommen werden, ist noch offen.

Erscheinungsdatum: