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Start der Salatsaison auf der Insel Reichenau:

"Nach schlechtem Salatjahr 2024 sind die diesjährigen Vorzeichen bislang gut"

Nach dem Ernteauftakt mit kleineren Mengen vor wenigen Wochen startet man nun auf der Gemüseinsel Reichenau vollumfänglich in die neue Salatsaison. "Ab KW 10-11 werden wir den LEH voraussichtlich flächendeckend mit frischen Gewächshaussalaten bedienen können", berichtet Christian Müller, stellvertretender Geschäftsführer bei der Reichenau-Gemüse eG auf Anfrage. Die südlichste Genossenschaft Deutschlands widmet sich dabei vorrangig dem Anbau und Vertrieb von Kopfsalat, Lollo Rosso, Eichblatt hell und Kraussalat.

Bereits in der letzten Januarwoche standen erste Kleinstmengen an Kopfsalat zur Ernte bereit. Ab KW 7 konnten daraufhin erste Mengen an den regionalen LEH geliefert werden, so Müller. "Insbesondere der Februar war relativ lichtarm, weshalb der Zuwachs zum Teil gefehlt hat. Dennoch sind die Stückgewichte und Qualitäten der frühen Salate bislang recht überzeugend gewesen." Größere Erntemengen zum Saisonauftakt seien auch nicht unbedingt von Vorteil. "Es ist immer ein zweischneidiges Schwert: Im vergangenen Jahr hatten wir zum Beispiel etwas mehr Licht und dementsprechend mehr Zuwachs, was zum erhöhten Ernte- und Preisdruck geführt hat. Alles in allem war 2024 eher ein nicht zufriedenstellendes Salatjahr, während die diesjährigen Vorzeichen bislang recht gut gewesen sind."

Erste Aktionen mit Gewächshaussalaten werden direkt nach Fasching ab KW 10-11 stattfinden. Das Vermarktungsfenster der Gewächshaussalate konzentriert sich auf Ende Februar und März bis zum Start der Freilandernte in der Pfalz sowie auf der Filderebene. Im Bild: Bio-Gemüsegärtner Egino Wehrle.

Auf der Gemüseinsel werden rund 80 Hektar Freilandfläche und 40 Hektar Gewächshäuser bewirtschaftet. Auf dem Festland sind es etwa 18 Hektar Freilandfläche und 14 Hektar Gewächshäuser. Die Gewächshaussalate bilden traditionell den Auftakt der neuen Gemüsesaison. "Aus Sicht unserer Betriebe ist es durchaus sehr wichtig, einen guten Start ins neue Jahr hinzulegen, wobei möglichst auch etwas Geld in die Gärtnerkasse kommt. Insofern trägt eine gute Salaternte wesentlich zur Stimmung auf Gärtnerebene bei", gibt Müller zu bedenken.

In den kommenden Wochen werden fast eine Million Köpfe knackiger Kopfsalat geerntet, dazu rund 600.000 Stück Kraussalat (im Bild) sowie die beliebten Sorten Lollo Rosso und Eichblatt. Die Salate haben ein Stückgewicht um 350 Gramm und werden überwiegend lose in Mehrwegsteigen (Ifco oder EPS) verpackt.

Strukturbereinigung zeichnet sich ab
Die anhaltenden Kostensteigerungen schlagen auch bei den Mitgliedsbetrieben der Reichenau-Gemüse eG entsprechend zu Buche, bestätigt Müller des Weiteren. "Wir beobachten eine leichte Verschiebung des Anbaus, da generell weniger versucht wird, den Anbauprozess zu beschleunigen, um früher am Markt zu sein. Insofern stellen wir fest, dass die Betriebe schon versuchen, Energie, wo auch immer es geht, einzusparen. Aufgrund der schwierigen Erlössituation und anderen Gründen hören gewisse Betriebe auch auf, sodass eine allmähliche Strukturbereinigung innerhalb der Genossenschaft stattfindet. Bei den Salaten sind die Anbaumengen jedoch bis dato relativ konstant."

Kraussalat statt Novita
Im Laufe der Jahre wurde das Salatportfolio der Genossenschaft ganz bewusst auf die oben genannten drei Arten beschränkt. Innerhalb der einzelnen Produktsegmente gibt es aber jeweils einige Sorten. Müller: "Unsere Gärtner setzen dabei auf stabile, relativ schnell wachsende und resistente Sorten. In enger Absprache mit dem Beratungsdienst sowie den Züchtern wird das Sortenspektrum stetig weiterentwickelt. Eine ausschlaggebende Entwicklung war die Umstellung von Novita- auf Kraussalat vor nunmehr vier Jahren. Vor allem die Stabilität sowie der längere Shelflife des Kraussalats, einer Mischung aus Eichblatt und Batavia, hat uns dazu bewogen, diesen Weg zu gehen und wir sind bis dato mit den Ergebnissen im Anbau äußerst zufrieden", heißt es abschließend.

Bilder: Reichenau-Gemüse eG

Weitere Informationen:
Christian Müller
Reichenau-Gemüse eG
Marktstraße 1
78479 Reichenau
Tel +49 (0) 7534 9200-31
ch.mueller@reichenaugemuese.de
www.reichenaugemuese.de