Anfang Februar wurde wieder der erste Spargel aus den Gewächshäusern gestochen. Für viele ist das immer ein sehnsüchtig erwarteter Moment, wobei die Preise in den ersten Wochen jedoch noch abschreckend wirken. "Es ist immer schön, um wieder zu starten, aber wir haben mit Preisen von etwa 45 EUR/kg angefangen. Mit solchen Preisen läuft der Absatz nicht sehr flott und dann hat man immer Angst, dass man darauf sitzen bleibt", sagt Ellen Sebrechts vom gleichnamigen Großhändler in Antwerpen.
"Mittlerweile sind die Preise mit guten 20 EUR/kg gesunken und damit kann man etwas besser arbeiten", fährt sie fort. "Übrigens sind die Mengen im Moment noch sehr begrenzt. Wenn die Menge in den kommenden Wochen steigt, werden die Preise weiter fallen. Ich habe bereits am Montag festgestellt, dass die Preise auf der Versteigerung niedriger waren. Außerdem habe ich gehört, dass nächste Woche zwei weitere Erzeuger in Belgien anfangen werden, sodass es in der nächsten Zeit mehr Angebot geben wird und wir dann richtig loslegen können."
"Andererseits fängt der Verkauf eigentlich auch erst nach den Frühjahrsferien richtig an. Die sind bei uns in der nächsten Woche und es sind dann sehr viele Leute weg, was dem Verkauf natürlich nicht zuträglich ist. Wenn alle wieder zurück sind, rechne ich damit, dass wir richtig starten können. Bis dahin werden wir auch mehr Angebot haben. Ich habe zum Beispiel von einem unserer Gemüseeinkäufer, Roger De Wachter, gehört, dass in zwei bis drei Wochen auch der niederländische Spargel aus dem geheizten Boden kommt, sodass sich das Angebot und die Sorten wieder mehr diversifizieren und man auch mehr anbieten kann."
Dennoch sieht Ellen, dass man sich wieder auf den Moment freut, wenn man richtig loslegen kann. "Wir befinden uns gerade in einer Übergangsphase. Bestimmte Winterartikel gibt es nicht mehr. Außerdem war die Qualität des Gemüse aus Spanien in letzter Zeit schwierig, wodurch wir auch immer mehr Fragen erhalten, ob wir nichts Neues haben. Etwas, womit sie ihren Stand mit besonderen Produkten wieder ins Rampenlicht rücken können. Dann ist der Spargel natürlich das Produkt schlechthin."
Große Hoffnungen also für den weißen Spargel, aber auf die grüne Sorte, erklärt Ellen, müssen wir noch eine Weile warten. "Das scheint in Belgien etwas länger zu dauern als in anderen Jahren. Wir haben aber grünen Spargel aus Deutschland und auch aus Spanien. Der war sehr schön. Außerdem arbeiten wir manchmal mit mexikanischer Ware, und der französische Spargel kommt schon mit dem Mund an. Allerdings ist der französische Spargel in Belgien etwas schwieriger zu verkaufen. Wir stellen ohnehin fest, dass grüner Spargel etwas weniger beliebt ist. Er ist tendenziell etwas teurer, es ist also wirklich ein Produkt für Liebhaber."
Weitere Informationen:
Ellen SebrechtsSebrechts Groenten & Fruit
Kielsbroek 4
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