Im Zuge des Klimawandels findet auch der Anbau verschiedenster Nüsse, darunter auch Erdnüsse, zunehmend Beachtung. Um den einheimischen Anbau weiter voranzubringen und die jeweiligen Anbaupioniere zu unterstützen, widmet sich auch die Volmary GmbH der Züchtung neuer Sorten für den Anbau in heimischen Gefilden. "Der Klimawandel bringt europaweit Veränderungen mit sich, auch in Deutschland und den Nachbarländern. Schon seit meiner Kindheit kenne ich mich mit dem Anbau und der Verarbeitung von Erdnüssen aus. Dadurch fällt es mir leicht, meine Erfahrungen sowohl an Neueinsteiger als auch an erfahrene Erdnussanbauer weiterzugeben", so Suyun Rakhmonov, Kundenberater rundum Erdnüsse beim Unternehmen.
© Volmary GmbHSuyun Rakhmonov (im Bild) betreut bislang hauptsächlich Anbaupioniere in Bayern, Österreich und der Schweiz.
Volmary bietet zurzeit zwei Sorten an, von denen sich die größere und ertragreichere Pflanze 'Salomat' bestens für den Erwerbsanbau im Freiland eignet. Erhältlich ist die Sorte sowohl als Jungpflanzen als auch als Saatgut. Rakhmonov: "Die Aussaat im Freiland erfolgt bei einer Bodentemperatur von über 18°C. Optimale Wachstumstemperaturen liegen zwischen 25°C und 30°C. Sandige, durchlässige Böden sind hierbei ideal. Im Jahr 2024 habe ich in der Region Schrobenhausen in Bayern auf einem Biobetrieb erste Versuche mit Salomat durchgeführt und gute Ergebnisse erzielt." Auch die Neuland.bio, ein österreichischer Gemüsebaubetrieb, der sich bereits seit rund acht Jahren dem biologischen Erdnussanbau widmet, zählt inzwischen zum Kundenstamm der Volmary GmbH
Einblick in den Erdnussanbau.
Erdnüsse benötigen in der Regel einen sonnigen Standort und warme Temperaturen während der Vegetation. Je nach Witterung beträgt die Kulturdauer im Freiland etwa 19 bis 20 Wochen (ca. 135 bis 140 Tage). "Eine Aussaat oder Pflanzung kann ab Ende Mai geplant werden. Dabei sollte die Reifezeit der Erdnüsse berücksichtigt werden, sodass die Ernte in der Regel ab Anfang Oktober stattfinden kann", empfiehlt Rakhmonov des Weiteren.
Noch erfolgt die Vermarktung der Erdnüsse vorwiegend über lokale Absatzkanäle wie Ab-Hof-Verkauf oder regionale Märkte. Einige Landwirte experimentieren auch bereits mit der Weiterverarbeitung, zum Beispiel zur Herstellung von Erdnussöl, Erdnussbutter oder anderen Produkten, die sich für die Direktvermarktung eignen. Die Möglichkeit, einheimische Erdnüsse über den Lebensmitteleinzel- oder Großhandel zu vermarkten, hänge laut Rakhmonov von dem Anbau und der Nachfrage ab. "Regionale Produkte gewinnen jedoch zunehmend an Beliebtheit, was meines Erachtens eine Chance für den Vertrieb über größere Handelsketten darstellen könnte."
Auf der expoSE 2024 stand das Sortenspektrum im Bereich Erdnüsse ebenfalls im Vordergrund. Mit Süßkartoffeln (Erato) hat man es bereits geschafft, ein breites Sortenspektrum zu entwickeln.
Weitere Informationen:
Suyun Rakhmonov
Volmary GmbH
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48155 Münster
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