Im Jahr 2024 wurde in Schleswig-Holstein von 296 Betrieben auf rund 7.565 Hektar (ha) Gemüse im Freiland angebaut. Die Anbaufläche im Freiland ist damit seit 2016 um etwa 25 Prozent gestiegen (2016: 6.044 ha), so das Statistikamt Nord. Dies ist unter anderem auf einen besonderen statistischen Effekt zurückzuführen: Einige Betriebe haben ihren Unternehmenssitz aus anderen Bundesländern nach Schleswig-Holstein verlegt. Das hat zur Folge, dass die Flächen der Betriebe, die in Schleswig-Holstein ihren Unternehmenssitz haben, Schleswig-Holstein zugerechnet werden, auch wenn diese zum Teil tatsächlich in anderen Bundesländern liegen.
Die Anzahl der Gemüsebaubetriebe, die ihr Gemüse im Freiland produzieren, sank dagegen. Seit 1988 haben 617 Betriebe den Anbau von Gemüse im Freiland eingestellt (minus 68 Prozent). Auf rund 57 Prozent (4.315 ha) der Gemüseanbaufläche im Freiland wurde Kohlgemüse angebaut. 93 Prozent dieser Flächen (4.000 ha) lagen in Dithmarschen. Weißkohl ist in Schleswig-Holstein mit einer Anbaufläche von 2.514 ha und einer Erntemenge von 194.822 Tonnen (t) die dominierende Kultur. Der Weißkohlertrag lag 2024 bei rund 775 Dezitonnen je Hektar (dt/ha). Das sind knapp sechs Prozent weniger als im Vorjahr (2023: 821,1 dt/ha). Am zweithäufigsten werden im nördlichsten Bundesland Möhren angebaut (2024: 1 127 ha). Der durchschnittliche Möhrenertrag lag bei 628,2 dt/ha, was im Vergleich zum sechsjährigen Mittel einer Steigerung von sechs Prozent entspricht (sechsjähriges Mittel: 591,5 dt/ha).
Im Erhebungsjahr 2024 haben 40 Betriebe auf 395 ha Spargel (im Ertrag) angebaut. Insgesamt wurden 1.771 t geerntet. Der durchschnittliche Hektarertrag lag damit mit 44,9 dt/ha knapp fünf Prozent unter dem Vorjahresniveau.
Auf 480 ha wurden Erdbeeren (im Ertrag) im Freiland produziert. Im Freiland wurde ein Durchschnittsertrag von 95,1 dt/ha erzielt. Der Ertrag der unter Folientunneln und in Gewächshäusern produzierten Erdbeeren lag hingegen bei 214,4 dt/ha, weshalb diese ernteverlängernde und witterungsbeständigere Produktionsmethode im Vergleich zu 2016 um 128 Prozent ausgeweitet wurde (2016: 30 ha, 2024: 69 ha).
67 Betriebe produzierten auf rund 39 ha etwa 6.104 t Gemüse unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen. Davon wurden auf rund 17 ha 3.747 t Tomaten produziert. Für den Anbau von Paprika wurden knapp zehn ha und für Salate 7,5 ha bewirtschaftet. Auf rund 26 Prozent der Anbaufläche produzierten 90 Betriebe Gemüse und Erdbeeren (im Freiland und unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen) nach ökologischen Richtlinien.
Zahl der Gemüsebaubetriebe weiter rückläufig
Im Jahr 2024 haben in Hamburg 57 Betriebe Gemüse angebaut. Damit ist die Zahl dieser Betriebe erneut gesunken: 2018 waren es noch 77 Betriebe, 2020 haben 70 Betriebe Gemüse angebaut und im Jahr 2023 waren es 60 Betriebe. Im Vergleich zu 2018 nahm die Anzahl der Betriebe somit um knapp 26 Prozent ab, so das Statistikamt Nord.
Insgesamt bauten die Betriebe im Jahr 2024 auf 171 Hektar (ha) Gemüse im Freiland und in Gewächshäusern und unter Folientunneln (sog. hohe begehbare Schutzabdeckungen) an. Die Gemüseanbaufläche sank damit gegenüber dem Vorjahr um vier Prozent (2023: 178 ha).
Im Freiland wurde auf insgesamt 144 ha Gemüse angebaut. Der Fokus liegt in Hamburg traditionell auf dem Anbau von Blatt- und Stängelgemüse: Auf knapp 90 ha wurden 1.875 Tonnen (t) geerntet. Dabei ist der Lollosalat die am häufigsten angebaute Kultur im Freiland. Er wurde auf 34 ha produziert, erzielte einen Durchschnittsertrag von knapp 271 Dezitonnen je Hektar (dt/ha) und damit eine Erntemenge von 917 t. Das entspricht rund 32 Prozent der gesamten Gemüseerntemenge im Freiland (2024: 2 899 t).
51 Betriebe produzierten auf 27 ha etwa 1.313 t Gemüse unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen. Davon wurden auf rund vier Hektar 384 t Tomaten produziert. Salatgurken erzielten einen Durchschnittsertrag von 968 dt/ha und damit eine Erntemenge von 257 t. Knapp 16 ha (neun Prozent) der Gemüseanbaufläche wurde nach ökologischen Richtlinien bewirtschaftet. In diesem Segment wurde eine Erntemenge von 237 t erwirtschaftet.
Quelle: Statistik Nord