Mit Standorten in Melderslo (Niederlande) und Borgo Grappa (Italien) kann Ortolanda den europäischen Markt sowohl mit italienischen als auch mit niederländischen Radieschen beliefern. Inzwischen nimmt das Angebot in beiden Ländern stetig zu. Monique Peeters-Cornelissen pendelt wöchentlich zwischen den beiden Standorten hin und her. "In den Niederlanden wird es wegen der steigenden Energiesteuern immer schwieriger, wenn nicht gar unmöglich, im Winter Radieschen anzubauen. Deshalb bauen wir jedes Jahr zusätzliche Gewächshäuser in Italien. Derzeit ernten wir in Italien 14 Hektar pro Woche, das heißt, wir haben nun wirklich die Spitze erreicht."
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Ortolanda selbst baut in Borgo Grappa auf einer Fläche von 48 Hektar Radieschen in Kunststofftunneln an. Mit Mietgewächshäusern und externen Erzeugern beläuft sich die Gesamtfläche auf etwa 80 Hektar. "Wachstumsmöglichkeiten gibt es vor allem im Sommer, damit wir die Gewächshäuser ganzjährig noch besser nutzen können", bemerkt Monique. "In den Niederlanden merkt man mitten im Winter, dass immer weniger Radieschen im Bund exportiert werden. Das wird zunehmend aus Italien nachgefüllt. Die Radieschen im Bund werden dann in den Niederlanden als lose Radieschen verkauft, was zu einem Preisdruck führt."
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"Für März sind die Radieschenpreise nicht allzu gut, aber die Preise können sich auf dem Radieschenmarkt immer schnell ändern. In den Niederlanden gibt es oft einen Umstellungspunkt von Bund- auf lose Radieschen, wenn die deutsche Freilandware auf den Markt kommt. In diesem Jahr fangen die Deutschen bereits in KW 14 an, was aufgrund des guten Wetters eine Woche früher als normal ist", sagt der Erzeuger. Ortolanda versucht, so weit wie möglich nur Radieschen im Bund zu verkaufen. "Das ist wirklich eine Spezialität. Die Qualität der handgebundenen Radieschen aus Italien hebt sich von der Durchschnittsqualität ab, obwohl die Radieschen aus beiden Herkünften momentan am besten schmecken!"
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© Ortolando"Die Herausforderung für uns ist es, so lange wie möglich zu liefern, auch wenn die deutschen Radieschen auf dem Markt sind. Deshalb versuchen wir, so viel Qualität zu liefern, dass die Kunden nicht an uns vorbeikommen", so Monique weiter. "In Deutschland sind die Löhne stark gestiegen, und es wird immer schwieriger, die richtigen Leute zu finden, die bereit sind, auf Knien zwischen den Radieschen zu arbeiten. Außerdem wird der Freilandanbau durch die klimatischen Veränderungen dort von Jahr zu Jahr schwieriger. Der Anbau in Gewächshäusern ist jetzt einfach viel besser zu bewältigen."
Auch die Nachfrage nach geschnittenen Radieschen steigt. "Diese Entwicklung gab es schon vor Corona und hat sich jetzt erholt. Mit unserem Standort in Melderslo sind wir nah an der deutschen Grenze und viele deutsche Verarbeiter kaufen die frisch geschnittene Ware bei uns", sagt Monique. Ortolanda verkauft die Spezialitäten auf reiner Programmbasis.
Weitere Informationen:
Monique Peeters-Cornelissen
Ortolanda
Tel: +31 6 25138549
monique@ortolanda.com
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