Es sind schwierige Wochen auf dem Limettenmarkt. "Die Preise sind sehr niedrig. Derzeit steigen sie leicht an, aber in der vergangenen Zeit waren sie extrem niedrig. Die Kombination aus hohem Angebot und begrenzter Nachfrage macht den Markt schwierig", sagt Ive Lambert von Starfruit.
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"Das liegt zum Teil am schlechten Wetter im Süden Europas", fährt der flämische Importeur fort. Normalerweise ist jetzt die Zeit, in der man die großen Mengen verkaufen muss. "Nur bei 10 bis 15 Grad und regnen, kann man in Spanien nicht so viel verkaufen. Hinzu kommt, dass es viele verspätete Ankünfte gab, was bedeutet, dass die Qualität sehr unterschiedlich ist. Manche Schiffe kommen eine Woche bis zehn Tage später an, was der Qualität nicht zuträglich ist, und wenn es zu viel minderwertige Ware auf dem Markt gibt, zieht das den Markt nach unten."
Starfruit arbeitet derzeit ausschließlich mit brasilianischen Limetten. "Früher haben wir auch aus Mexiko importiert, aber dieser Markt ist praktisch verschwunden. Die Menschen dort haben viel höhere Produktionskosten als in Brasilien, was bedeutet, dass sie in Europa oft nicht das bekommen, was für ein solches Produkt erforderlich ist. In Zukunft wird das für mehr Produkte zu Problemen führen. Wenn die Leute den geforderten Preis nicht zahlen wollen, werden bestimmte Produkte immer weniger hierher geschickt werden."
"Vielleicht entsteht jetzt mit der ganzen Aufregung um Trump eine kleine Öffnung für mexikanische Exporteure nach Europa, aber ich persönlich sehe das eher als etwas Vorübergehendes. Es gibt ja auch das Problem, dass die Schifffahrtslinien für mexikanische Limetten nicht wirklich günstig sind. Die Transitzeit ist zu lang und der Markt ist nicht gut genug, um die Ware per Flugzeug zu verschicken. Dann verdient man nichts. Wenn man sie hier schon kaum per Schiff verkauft bekommt, wird es mit Luftfracht erst recht nicht gehen."
Ob die Limettenpreise in der kommenden Zeit wieder steigen werden? "Ich denke, sie werden sich etwas erholen. Auch in Brasilien hat man etwas auf die Bremse getreten, wenn man die ab Schiff-Preise in Europa von 4,50 bis 5,50 EUR sieht. Das macht auch in Brasilien niemanden glücklich, denn wenn man dann noch die Container- und Fixkosten abzieht, bleibt nur noch eine sehr geringe Marge übrig. Dann ist es noch besser, die Limetten für die Industrie in Brasilien zu behalten, als sie zu diesen Preisen in Europa zu verkaufen."
Begrenzte Mengen an Mangos
Auch bei Mangos sieht es derzeit etwas schwieriger aus, aber die Situation ist genau umgekehrt. "Die Mengen aus Peru gehen derzeit stark zurück. Das Ende der Saison rückt näher und die Preise sind deutlich gestiegen. Im Normalfall wird die Elfenbeinküste nächste Woche in See stechen, um dann Mitte April hier anzukommen. Aber selbst dort wird die Ladung nicht wirklich in der ersten Woche freigegeben, sodass wir in den kommenden Wochen mit einem angespannten Mangomarkt rechnen. Es ist wirklich eine Übergangszeit, in der die Qualität auch stark vom Exporteur abhängt. Wir erhalten gute Früchte, aber auch einige problematische Chargen. Das macht es nicht einfacher, denn wenn man eine Partie erhält, die unterschiedlich reif ist, muss man sie erst einmal sortieren, bevor man mit dem Reifen beginnen kann. Das bedeutet eine Menge zusätzlicher Arbeit."
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