Die ägyptische Lauchzwiebel- und Süßkartoffelsaison nähert sich nun ihrem Ende. "In wenigen Tagen erwarten wir die letzten Container, quasi analog zum Vorjahr", berichtet Sarwat Radwan, spezialisierter Ägypten-Importeur und Geschäftsführer der AKL ExoFresh GmbH. Die Saisonbilanz zeige ein zweitgeteiltes Bild, so der Dortmunder. Knackpunkt sei der Jahreswechsel gewesen.
"Bis Jahresende lief die Lauchzwiebelkampagne plangemäß ab: Danach gab es erhebliche Probleme in der Verschiffung, die wiederum den Verzögerungen in den ägyptischen Seehäfen geschuldet waren." Somit seien die geplanten Container teils oder gar nicht angekommen. "Die Nachfrage war groß, Angebotsmengen waren jedoch sehr limitiert vorhanden, weshalb auch wir leider nicht all unsere Kunden bedienen konnten. Dies hat ebenfalls dazu geführt, dass sich die Preise nach dem Jahreswechsel mitunter verdoppelt haben."
© AKL Exofresh GmbHDie ägyptische Lauchzwiebel- und Süßkartoffelkampagne neigt sich nun dem Ende entgegen.
Unter anderem in der Pfalz hat die deutsche Lauchzwiebelernte inzwischen begonnen. Noch sei die neuerntige Ware aus heimischem Anbau im Verhältnis zur Importware relativ teuer und außerdem nicht vollumfänglich erhältlich. Radwan: "Es gibt gewisse Kunden, die direkt auf deutsche Erzeugnisse umsteigen wollen, es gibt aber auch welche, die bis zum Saisonende beim ägyptischen Produkt bleiben. Fakt ist, dass wir die diesjährige Saison - ähnlich wie im Vorjahr - relativ früh beenden werden." Neben Lauchzwiebeln ägyptischen Ursprungs sei mancherorts auch mal Importware aus Marokko sowie Italien vorzufinden. Diese Ursprünge haben verglichen mit Ägypten jedoch eher einen ergänzenden Charakter.
© Hugo Huijbers | FreshPlaza.deSarwat Radwan auf der Fruit Logistica 2024. Die Ramadanzeit, die in der KW 13 endet, habe die Geschäfte bislang nicht nennenswert beeinflusst, sagt er.
Wetterextreme beeinträchtigen Versorgungslage
Ähnlich wie bei den Lauchzwiebeln blickt Radwan auch im Bereich der Süßkartoffeln auf eine durchwachsene Kampagne zurück. "Auch hier gab es anfangs mehr als genug Ware um die Märkte hinreichend zu versorgen. Nach dem Jahreswechsel hat sich die Situation dann komplett gedreht, was besonders der Witterung geschuldet ist. Es hat viel geregnet und es war außergewöhnlich kalt, weshalb die Qualität der Kulturen schwer gelitten hat. Dies betrifft insbesondere die Lauchzwiebeln die vergleichsweise noch etwas empfindlicher sind."
© Hugo Huijbers | FreshPlaza.deLinks: Guaven ägyptischen Ursprungs
Rechts: Die AKL ExoFresh GmbH hat dieses Jahr auch erstmalig ägyptische Erdbeeren angeboten. Die Saison wurde im Januar beendet.
Niedriges Preisniveau prägt Saftorangenmarkt
Die AKL ExoFresh GmbH wurde 2020 gegründet und ging aus einer Einzelunternehmung hervor. Das junge Unternehmen widmet sich vorwiegend der Beschaffung und Vermarktung von Obst und Gemüse aus Nordafrika sowie dem Nahen Osten. Auch bei den ägyptischen Saftorangen der bewährten Sorte Valencia steht das Saisonende nun bevor. "Der Absatz war zuletzt erfreulich, die Preise hingegen extrem niedrig. Voraussichtlich werden wir noch bis Ende April-Anfang Mai Nachlieferungen bekommen. Ferner starten wir nun sukzessive in die jordanische Saison und werden unter anderem Fruchtgemüse wie Mini-Zucchini, -Gurken und -Auberginen, aber eben auch Mandeln aus dortigem Anbau anbieten", heißt es abschließend.
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