Jana Tians Weg innerhalb der Agrartechnologie wurde durch ein Feuer in San Francisco behindert, bei dem ihr Prototyp eines Roboters zerstört wurde. Das führte zu innovativen Maßnahmen, um ihr entstehendes Unternehmen, Upside Robotics, zu erhalten. Tian und ihr Team verbrachten eine Vegetationsperiode in einem Wohnmobil auf Farmen in Ontario und testeten ihre Düngeroboter für Reihenkulturen mit begrenzten Prototypen.
Erzeuger sind auf der Suche nach Technologien zur Produktivitätssteigerung, doch die Akzeptanz kann mit Herausforderungen verbunden sein. Tian merkte an: "Am Ende war es ein Sieben-Tage-pro-Woche-Einsatz. Aber dadurch konnten wir sehr, sehr schnell lernen, vor allem was die Hardware betrifft."
Tian nahm an einer Podiumsdiskussion während der Veranstaltung der Ag Robotics Working Groupe im The Grove, Western Fair District, teil, die zeitgleich mit der London Farm Show stattfand. Weitere Diskussionsteilnehmer waren Cory Derycke von HarvestCorp Technologies, Stefan Glibetic von Mycionics und Matt Stevens von Finite Robotics. Diese Unternehmen bringen ihre Technologien voran und diskutierten über Markteintrittsbarrieren und mögliche Lösungen.
HarvestCorp, das mit seiner autonomen Spargelerntemaschine von der Entwicklung zur Fertigung übergeht, will den Arbeitsaufwand verringern. Derycke erklärte: "Die Entwicklung und die Fertigung finden quasi gleichzeitig statt, wobei die Entwicklung natürlich ein wenig weiter fortgeschritten ist als die Fertigung."
Mycionics hat 33 Prototypen für die Pilzernte entwickelt, mit Pilotprojekten in Kanada und Europa. Glibetic wies auf die Vorteile der Technologie in Bezug auf Arbeitseinsparungen und Datenbereitstellung hin. Finite Robotics, das sich mit den Arbeitskosten in Obstplantagen befasst, testet seinen Roboter für das Beschneiden und Ausdünnen von Obstbäumen und strebt den Markteintritt im nächsten Jahr an.
Upside Robotics plant, die Tests von 70 auf 1.200 Hektar im Jahr 2024 zu erweitern, was den Stickstoffbedarf um 50 bis 70 Prozent senken könnte. Tian erklärte: "Wir haben wirklich das Gefühl, dass unsere Hardware jetzt bereit ist, auf dem Feld zu leben und die ganze Saison über auf dem Feld zu sein."
Die Finanzierung von Agrartechnologien bleibt eine Herausforderung, da das Risikokapital nach Corona zurückgegangen ist. Tian wies auf die Schwierigkeit hin, mit SaaS und KI-basierter Software zu konkurrieren. Stevens betonte die Bedeutung der Finanzierung, um Erzeugern bei der Einführung von Technologien zu helfen, während Glibetic auf die Unterstützung von Regierungen und Erzeugern angewiesen war.
Während Upside Robotics weiterhin am US-Maismarkt interessiert ist, bietet seine Basis in Ontario einen 4-Milliarden-Dollar-Markt und qualifizierte Talente. Glibetic sieht Potenzial in Europa, Kanada und anderen Regionen, während Stevens für Finite Robotics auf Europa abzielt.
Die Podiumsteilnehmer wiesen auf die rasche Weiterentwicklung ihrer Technologien hin und schätzten Partnerschaften mit staatlichen und akademischen Einrichtungen trotz des langsameren Forschungstempos. Stevens lobte die Talente und das Ökosystem an der University of Waterloo und hob die Zusammenarbeit mit Upside Robotics hervor.
Quelle: Farmtario