Etwa analog zum Vorjahr konnte der erste Schweizer Heizspargel Ende KW 12 gestochen werden. "Wir haben nun zum Saisonauftakt etwas mehr Menge als im Vorjahr", so Fabian Kummer vom Schmitterhof im Nordosten der Schweiz, der auf circa vier Hektar Heizspargel der Sorte Backlim erzeugt. Das Edelgemüse aus beheiztem Anbau findet über zwei ausgewählte Großhandelspartner ihren Absatz in der Gastronomie. "Der beheizte Anbau ist natürlich sehr kostenintensiv, ermöglicht es uns aber, um 7-10 Tage vor dem Frühspargel aus regulärem, unbeheiztem Anbau am Markt zu sein."
© Hugo Huijbers | FreshPlaza.deIm frühen Bereich erzeugt der Schmitterhof vorwiegend die Sorte Backlim, im späteren Bereich setzt man auf Ramires und Prius.
Erste Lieferungen an den Schweizweiten LEH wird es voraussichtlich um Ostern herum geben. "Aktuellsten Wettervorhersagen zufolge wird es Anfang April um die 20 Grad werden. Wenn das tatsächlich der Fall ist, schließe ich nicht aus, dass die Vermarktung schon vor den Ostertagen Fahrt aufnehmen wird", sagt Kummer und verweist auf die optimalen Wetterbedingungen in diesem Jahr. "Bis Anfang KW 13 hatten wir bereits Tagestemperaturen um die 16-18 Grad. In der zweiten Wochenhälfte hat es dann etwas mehr Niederschlag gegeben, was aber für den Spargelanbau immer noch optimal ist."
Grünspargel weiterhin im Kommen
Neben dem handelsüblichen Bleichspargel widmet sich der Schmitterhof ebenfalls der Erzeugung des Grünspargels. Auch hier werden nun bereits erste Kleinstmengen angeboten. Kummer: "Gröbere Mengen wird es ab KW 15/16 geben. Noch entfällt rund zwei Drittel unserer Anbaukapazitäten auf Bleichspargel. Das grüne Pendant legt jedoch tendenziell zu, da es speziell bei der jüngeren Käuferschicht guten Anklang findet. Wir stellen auch fest, dass der Grünspargel eher unter der Woche genommen wird, während sich der Bleichspargelabsatz weiterhin aufs Wochenende konzentriert. Dies ist wiederum der einfachen, schnellen Zubereitung des Grünspargels zu verdanken."
© Schmitterhof
Zum Saisonauftakt liegen die Preise etwas höher, nach Ostern fällt der Preis in der Regel auf ein stabiles Niveau. "Aufgrund der Richtpreise unterliegt der Spargel keinen großen Marktschwankungen. Letztes Jahr konnten wir kurz vor Saisonende noch gute Preise für unsere Ware erzielen. Während der Hochsaison ist die einheimische Ware zwar etwas teurer als Importspargel, wir stellen jedoch fest, dass viele Verbraucher die einheimische Ware wertschätzen und präferieren. Am Point-of-Sale ist der Schweizer Spargel oftmals trotzdem günstiger, indem er überwiegend in 500g-Flowpacks vorzufinden ist, während der Importspargel großteils im 1kg-Bund angeboten wird." Es wurden auch bereits erste Versuche mit Spargelmix im 500g-Flowpack durchgeführt, die ebenfalls guten Anklang fanden.
Synergien zwischen Spargel- und Beerenanbau
Der Spargelerzeuger blickt der Zukunft des heimischen Edelgemüses recht zuversichtlich entgegen. "Wir werden unsere Anbaukapazitäten im kommenden Jahr um weitere 2-3 Hektar ausdehnen. Darüber hinaus haben sich mehrere Synergieeffekte zwischen unserem Spargel- und Beerenanbau ergeben. Uns war es extrem wichtig, die guten Saisonarbeitskräfte aus Rumänien, Polen und dem nahegelegenen Grenzgebiet behalten zu können. Durch den frühen Spargelanbau fangen die ersten Arbeitskräfte bereits Anfang-Februar an und die letzten gehen erst nach Abschluss der Beerensaison Mitte-November. Somit können wir unser Personal fast das ganze Jahr über beschäftigen, was wiederum eine Win-Win-Situation für beide Parteien ist", heißt es abschließend.
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Fabian Kummer
Schmitterhof
Alpstrasse 50
9444 Diepoldsau
Schweiz
+41 71 733 11 55
kummer@schmitterhof.ch
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